Vision
Terminal-Hauptgebäude - Im Herzen von Terminal 3

Vom Check-in zum Shoppen und Schlemmen

Wo Fluggäste ihre Reise beginnen und ihre Liebsten nach der Ankunft wieder begrüßen, schlägt das Herz von Terminal 3: Das Hauptgebäude bildet das Zentrum des Reiseerlebnisses am neuen Terminal. Es besteht aus drei Bereichen:

1.    Abflug- und Ankunftshalle
2.    Sicherheitskontrolle
3.    Marktplatz

 

Die markanten Stützen des Vorfahrtstisches sind schon gut erkennbar. Schauen Sie mit dem Schieberegler in die Zukunft und vergleich die Baustelle mit dem fertigen Terminal-Hauptgebäude.

Knick in der Optik

Die Check-in-Halle ist durch die Glasfassade und einer beeindruckenden Höhe von lichten 18 Metern – fast so hoch wie eine Boeing 747-800 – offen und lichtdurchflutet gestaltet. Dabei weist es eine architektonische Besonderheit auf. Ihre Fassade verläuft nicht senkrecht von oben nach unten, sondern hat einen leichten Knick nach innen. Dadurch bekommt die Fassadenfläche eine Neigung. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Designelement. Die Knicke haben auch eine besondere Funktion (siehe Grafik).

Tropfen von der Decke

Nach dem Check-in-Bereich gelangen die Reisenden durch die Sicherheitskontrollen auf den futuristischen Marktplatz mit seinen vielfältigen Boutiquen und Restaurants, die zum Verweilen einladen. Hier wartet ein besonderer Blickfang: Die Decke besteht aus tropfenförmigen Stahlkonstruktionen. Dadurch lässt sich das einfallende Tageslicht in einzelnen Bereichen bündeln.

Gerüttelt – nicht gerührt!

Um die Parzellen abzudichten und zu stabilisieren, werden sie vor dem weiteren Aushub mit 14 Meter langen Stahlplatten – sogenannten Spundwänden – umschlossen. Nach und nach werden insgesamt 46.000 Quadratmeter Spundwände aus insgesamt 7.100 Tonnen Stahl verbaut. Die Fläche entspricht rund sechs Fußballfeldern in der Größenordnung des Frankfurter Deutsche Bank Parks.

Ein stabiles Fundament

Alle Parzellen, die im Rahmen des Spezialtiefbaus weiter ausgehoben wurden, sind mit Grundwasser gefüllt. Bevor es abgepumpt werden kann, muss der Boden betoniert werden, um die Baugrube auch nach unten abzudichten. Hier kommen nun Industrietaucher zum Einsatz, um die Betonarbeiten unter Wasser zu begleiten. Das Terminal 3 braucht ein stabiles Fundament. Deshalb werden zunächst ca. 3.500 Auftriebsanker in den ausgegrabenen Boden gebohrt, bevor die Betonwanne am Grund der Baugrube mit 39.000 Kubikmeter Unterwasserbeton ausgegossen wird. Wenn der Beton später aushärtet, verbindet er sich mit den noch herausragenden Ankern, wodurch ein Auftrieb der Betonsohle verhindert wird.

Astronauten unter Wasser

Tauchen und Bauen – diese Kombination sorgt zunächst für Staunen. Doch wenn die Baugrube unter Grundwasserniveau liegt und der Arbeitsplatz zeitweise ein Wasserbecken ist, schlägt die Stunde der staatlich geprüften Taucher auf der Baustelle. Mit einer Ausrüstung von bis zu 35 Kilogramm, die mehr einem Raumanzug ähnelt, arbeiten die Taucher. Dazu gehört ein 12 Kilogramm schwerer Helm, über den sie mit Sauerstoff versorgt werden und mit dem Einsatzleiter an der Oberfläche kommunizieren können. Eine spezielle Wärmewolle im Neoprenanzug hält zusätzlich warm, denn die Unterwasserarbeiten finden oft auch bei einstelligen Wassertemperaturen statt.